URLAUB ZU VERSCHENKEN

Projekt in Planung

 

Urlaub an Menschen mit geringem Einkommen zu verschenken - das findest du crazy?

 

Verständlich. Möglicherweise hätte ich das bei aller Großzügigkeit vor ein paar Jahren auch noch gedacht.

Heute sehe ich das anders, denn ich habe interessante Erfahrungen gemacht, wie die folgenden:

 

Ihr kennt sicher das Bedingungsloses Grundeinkommen* und vielleicht kennt ihr auch das BGE, das Bündnis Grundeinkommen. Das ist eine Partei, die sich erst 2016 gegründet hat und die nur ein einziges Thema hat: Das Bedingungslose Grundeinkommen in den Bundestag zu bringen. Um bundestagswahlfähig zu werden, musste die Partei in jedem Bundesland von den Bürgern 2000 Unterschriften sammeln, dabei habe ich 2017 geholfen. Naiv wie ich war, dachte ich: Och, da fährst du mal schnell in zwei, drei Jobcenter, und schon hast du 500 Unterschriften zusammen. Mitnichten! Die Erfahrung, die viele andere schon vor mir gemacht hatten war, dass grade die, für die es wäre, nicht unterschreiben. Habe ich hingegen Wohlhabende und insbesondere gutsituierte Unternehmer nach einer Unterschrift gefragt, war die häufigste Antwort "Danke, ich hab schon ein Grundeinkommen". Daraufhin ich, lächelnd: "Ja, und von wem?" Danach haben viele unterschrieben, auch lächelnd.

 

Noch interessanter wurde es, als ich die Crowdunion gGmbH gegründet habe. Ich wollte nicht einfach nur Almosen verschenken, sondern etwas besonderes, was man sich ohne Geld selber nicht gönnt, wie z.B. die Karten für das Salut Salon Kammerkonzert in Hamburg. Zuerst habe ich versucht, die 33 Karten im nördlichen Schleswig-Holstein zu verschenken. Die online Aktion hatte hier auf dem Land in 4 Tagen knapp 300 Besucher, aber keinen Anruf und keine Mail. In Hamburg hatte die gleiche online Aktion bereits nach 1 Tag über 750 Besucher und unzählige Anrufe und eMails. Damit bestätigte sich etwas, was ich vorher auch schon erfahren hatte: Das Gefühl, dass einem etwas Gutes nicht zusteht und die Ungläubigkeit, dass es wirklich Menschen gibt, die uneigennützig etwas verschenken - diese negative Wahrnehmung ist auf dem Land viel stärker ausgeprägt, als in der Stadt.

 

Neben vielen anderen Erfahrungen wurde mir insgesamt klar, dass einzelne wohlhabende und mächtige Menschen zwar mehr Schaden anrichten können als ein normaler Bürger, aber das zu jeder Entwicklung tatsächlich immer beide Seiten gehören.

Ein Großteil der Gesellschaft muss aus der Opferhaltung herauskommen und möglichst viele Menschen sollten erkennen, dass jeder Mensch ein natürliches Recht auf eine gesunde und beschwerdefreie Grundversorgung hat. Für eine hochentwickelte Gesellschaft braucht es ein hochentwickeltes Bewusstsein. Wohingegen Hartz IV genau das Gegenteil ist. Es ist, wie es sich spontan anfühlt: Unwürdig. 

In meinen Augen ist Hartz IV ein gravierender Verstoß gegen Artikel 1, 2, 3, 4, 6, 11, 12, 13 und 19 Abs. 2 unseres Grundgesetztes und müsste eine Straftat sein.

 

Aus all diesen Gründen möchte ich Urlaub verschenken.

Damit sich ein gesundes Gesamtbewusstsein in der Gesellschaft entwickelt.

 

Für das erste Jahr braucht es ein Spendenvolumen von 10.000€. Das ist ungefähr der Betrag für den Unterhalt eines Ferienhauses. Zusätzlich würde ich gerne für jede Urlaubswoche 100-150€ Taschengeld verschenken, und zwar nachträglich an jene Gäste, die das Ferienhaus vollständig, aufgeräumt und intakt verlassen haben. 

 

Ich habe die Hoffnung, dass dieses Konzept bei entsprechender Aufmerksamkeit andere Besitzer von Ferienobjekten dazu animiert, über Crowdunion die ein oder andere Woche zu verschenken. So können wir vielleicht eines Tages in Nord-, Süd-, Ost-, West- und Mitteldeutschland oder sogar im Ausland Menschen in schweren Situationen Urlaub am Strand, in den Bergen oder schöne Städtetrips ermöglichen. 

Deine Spende macht es möglich, jeder Euro zählt.

Alle Spenden sind zweckgebunden, d.h. dass das Geld ausschließlich für den Bereich ausgegeben wird, für den du spendest.


 

 

 

* Selbst beim Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit in Bonn weiß man durch Forschungen und Versuche, dass Menschen keineswegs in Lethargie verfallen, sobald sie nicht mehr um das Einkommen kämpfen müssen. “Im Gegenteil, sie nehmen plötzlich Dinge in die Hand, die man ihnen gar nicht zugetraut hätte.“ so Alexander Spermann (trotz aller guten Erfahrungen ein Gegner des Grundeinkommes), Direktor Abreitsmarktpolitik Deutschland am IZA Bonn; s. Spiegel 07/2014. 
Die ungeplanten Auswirkungen des Elterngeldes bestätigen das ebenfalls. War das Elterngeld dazu gedacht, den Kindersegen anzuregen, führt es überraschenderweise dazu, dass Mütter und Väter früher und gerne wieder arbeiten wollen. Und es auch tun.